Fällungen der Bäume schon für 2018 geplant?

Nachdem uns bei einem Spaziergang durchs Wäldchen Farbmarkierungen an einzelnen Bäumen aufgefallen waren, haben wir im Bezirksamt Mitte nachgefragt, ob bereits Baumfällungen auf dem Plan stehen.

Die Antwort der Sprecherin des Bezirks, Sorina Weiland, lautet wie folgt:


Sehr geehrter Herr Kaufmann,

nach Rücksprache mit dem Fachamt Stadt-und Landschaftsplanung ist dort nicht bekannt, dass Bäume markiert wurden. Dies kann daher weder bestätigt, noch bestritten werden. Es ist uns auch nicht bekannt, ob einzelne Bäume in diesem Winterhalbjahr entfernt werden und wenn ja, aus welchem Grund.

Der waldartige Bestand wird jedoch sicher nicht – weder in seiner Gesamtheit, noch in wesentlichen Teilen – „in dieser Fällsaison“ gefällt.

Die weitere Entwicklung der Flächen steht in Zusammenhang mit dem Projekt „Spreehafenviertel“, das von der IBA Hamburg GmbH und der FHH betrieben wird. Seit Mitte diesen Jahres läuft hierzu ein kooperatives städtebaulich-freiraumplanerisches Workshopverfahren mit breiter Bürgerbeteiligung. Die Öffentlichkeit in Wilhelmsburg ist somit sehr gut über das Projekt informiert. Der Beirat für Stadtteilentwicklung ist in der Jury vertreten. Vertreter und Vertreterinnen der Bürgerinnen und Bürger wirken als Sachverständige intensiv mit. Am 06.09.2017 fanden ein öffentliches Rückfragenkolloquium im Bürgerhaus Wilhelmsburg und am 25.09.2017 und am 02.11.2017 zwei öffentliche Diskussionen in der Ganztagsschule Fährstraße statt. Eine öffentliche Abschlusspräsentation ist dort am 28.11.2017 vorgesehen.

Unter der Voraussetzung verwertbarer Workshopergebnisse für die städtebaulich-freiraumplanerisch Entwicklung innerhalb der besonderen örtlichen Rahmenbedingungen würde im nächsten Schritt voraussichtlich in 2018 ein Funktionsplan erstellt werden, der dann Basis für die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens sein könnte.
Erst ein Bebauungsplan bildet die rechtliche Voraussetzung für eine bauliche Entwicklung im Gebiet wie auch für umfangreichere Baumfällungen, die für diese baulichen Entwicklungen notwendig wären. Diese Voraussetzung wird, wie gesagt, „in dieser Fällsaison“ noch nicht gegeben sein.

Auf Grund des hier genannten Projektes sind die Flächen des Projektgebietes planungsbefangen. Das heißt Bau- oder Nutzungsanträgen, die den eventuellen Entwicklungszielen entgegen stehen könnten, kann nicht zugestimmt werden.
Für weitere Informationen zum Projekt möchte ich Sie gern auf die öffentliche Abschlusspräsentation am 28.11.2017 verweisen.

http://www.iba-hamburg.de/nc/iba-hamburg-gmbh/aktuelles/veranstaltungen.html

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